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Quelle des Nils


Mittwoch, Januar 25th, 2012

Der Nil, Lebensader Ägyptens, Fluß und Mythos zugleich ist für das Land von entscheidender Bedeutung. In Ägypten mündet er ins Mittelmeer aber wo entspringt er ? Im Altertum war das ein unlösbares Rätsel, erst viel später begannen Abenteurer und Gelehrte mit der damals lebensgefährlichen Suche nach der Quelle dieses bedeutenden Flusses. Schließlich führte dieser Weg ins dunkle unbekannte Herz des afrikanischen Kontinentes.

Das heißt, eigentlich wurde die Quelle des blauen Nils von dem portugiesischen Missionar Pater Paez bereits 1618 entdeckt aber es war klar, dass es noch eine andere Quelle geben musste und dass sich der Nil aus zwei Flüssen speiste die bei Khartum zusammenfließen. Das Geheimnis des zweiten so genannten weiße Nil war lange nicht enträtselt. Die schwierigen geografischen Verhältnisse, das ungewohnte Klima, wilde Tiere, rivalisierende Eingeborenenstämme, unbekannte Krankheiten, all diese Widrigkeiten machten die immer wieder losgeschickten Expeditionen nach Zentralafrika zu wahren Todeskommandos. Der englische Offizier Richard Burton kam auf seiner Suche bis zum Tangajika-See und hielt diesen für die Quelle des weißen Nil. Einen stichhaltigen Beweis konnte er aber nicht antreten. Also wurde die Suche fortgesetzt und als nächster entdeckte John Hanning Speke 1860 einen riesigen See den er zu Ehren seiner Königin Victoriasee taufte. Er war überzeugt, dass hier der weiße Nil entspringen würde, aber wieder gab es keinen eindeutigen Beweis. Deshalb schickte man den englischen Forscher Samual Baker in die Gegend um die geforderten Beweise zu erbringen. Aber Baker kam zurück mit der Entdeckung eines weiteren Sees, der von ihm Albertsee getauft wurde und der für ihn die Nilquelle sein sollte. 1866 brach der berühmte Forscher und Missionar David Livingston in England auf und versprach, nicht eher zurückzukommen bis das Geheinmis der Quelle des weißen Nil schlüssig gelöst wäre. Auch er schaffte es nicht sondern starb nach qualvollen Jahren in Afrika. Erst John Rowland Stanley, amerikanischer Journalist und Abenteurer, ein Freund Livingstones der mit ihm zusammen vor Ort gewesen war, konnte 1871 die offenen Fragen klären. Die entdeckten Seen sind alle miteinander verbunden, aber der Victoria-See ist tatsächlich der Ursprung des weißen Nil. Dort beginnt sein mehr als 6000 km langer Weg zum Mittelmeer.

Bild oben © Imagine Images / Alastair Pidgen -Shutterstock.com

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